Patientenseminare
Seminarangebot, 1. Halbjahr 2010
Operationen und Eingriffe bei Sodbrennen / Refluxkrankheit
Zurückfließende Magensäure und Gallenflüssigkeit können zu chronischen Schäden der Speiseröhre führen. In unserer Bevölkerung klagt rund 1/3 über brennenden Schmerz hinter dem Brustbein, der in der Regel auf eine Entzündung der Speiseröhre durch „Reflux“ zurückzuführen ist. Nicht selten müssen dauerhaft stark wirksame Medikamente eingenommen werden, um die Schmerzen zu lindern. Inzwischen ist bekannt, dass die chronische Entzündung bei einem Teil der Betroffenen zur Veränderung der Speiseröhre, ja sogar zur Krebsentstehung in der Speiseröhre, führen. Es stehen effektive „Schlüsselloch-Operationen“ zur Verfügung, die fast augenblicklich das Problem beseitigen und damit langfristig auch die Krebsentstehung verhindern helfen. In den Vorträgen und Filmbeiträgen wird unser Vorgehen ausführlich besprochen.
- Mittwoch, 17. Februar 2010
- Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Vortragsraum des Knappschaftskrankenhauses - Referenten: Herr Prof. Dr. Martin Büsing / Frau OÄ Dr. Raute Riege / Frau OÄ Dr. Annette Knapp
Schilddrüsen-Erkrankungen „Wenn der Kropf wächst“
Funktionsstörungen und Vergrößerungen der Schilddrüse gehören nach der Zuckererkrankung zu den häufigsten Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen überhaupt. Ist in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung möglich, müssen immerhin mehr als 80.000 Schilddrüsen-Operationen pro Jahr in Deutschland vorgenommen werden. Symptome sind Umfangsvermehrung des Halses, plötzlich einsetzende Heiserkeit, Hitzewallungen, feuchte Hände, Gewichtsverlust oder Herzrasen. In mehr als 95% der Fälle handelt es sich um gutartige Veränderungen, die fast immer auf einen Jodmangel zurückzuführen sind. Eine Schilddrüsenvergrößerung wird auch als „Kropf“ oder Struma bezeichnet. Zunächst wird man versuchen medikamentös mit Schilddrüsenhormonen und Jodzufuhr ein weiteres Wachstum der Schilddrüse zu unterbrechen, wobei es einigen Fällen auch zur Verkleinerung der bereits vergrößerten Schilddrüse kommen kann. Gelingt dies nicht kommt eine Operation in Frage.
- Mittwoch, 17. März 2010
- Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Vortragsraum des Knappschaftskrankenhauses - Referenten: Frau OÄ Dr. Riege / Frau OÄ Dr. Knapp
Durchblutungsstörungen der Beine / „Schaufensterkrankheit“ Operationen und Verfahren
Durchblutungsstörungen der Beine sind ein weit verbreitetes Problem und fast immer auf Verkalkungen der Becken- und der Beinarterien zurückzuführen. Die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck tragen erheblich zur Entwicklung dieser Verkalkungen bei. Moderne Operationstechniken und andere Möglichkeiten zur Gefäßerweiterung können die Lebensqualität wiederherstellen oder im schlimmsten Fall Amputationen vermeiden. An unserer Klinik sind sämtliche modernen Methoden etabliert und werden von unseren Gefäßchirurgen regelmäßig angewendet. Die Referate zeigen diese verschiedenen Möglichkeiten an typischen Beispielen auf.
- Mittwoch, 14. April 2010
- Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Vortragsraum des Knappschaftskrankenhauses - Referenten: Herr OA Dr. Hillejan / Herr Dr. Bemponis / Herr Halter
Leisten- und Bauchdeckenbrüche, Bauchdeckenplastik Aktuelle Operationsverfahren
Ca. 300.000 Operationen werden pro Jahr in Deutschland bei Leisten- und Bauchdeckenbrüchen durchgeführt. Die Verfahren wurden in den letzten Jahren erheblich verfeinert, insbesondere stehen neben den Schlüsselloch-Operationen modernste Netzmaterialien, z. B. mit Titanbeschichtung zur Verfügung. An unserer Klinik besteht eine sehr große Erfahrung bei allen Formen von Bauchdeckenbrüchen, die von kompetenten Referenten vorgestellt werden. In vielen Fällen kann ohne begleitende Risikofaktoren eine solche Operation inzwischen auch ambulant erfolgen.
- Mittwoch, 19. Mai 2010
- Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Vortragsraum des Knappschaftskrankenhauses - Referenten: Frau OÄ Dr. Knapp / Frau OÄ Dr. Riege
Krampfadern und „offenes Bein“ Operationen und Wundbehandlung
Rund 10 Mio. Menschen leiden in Deutschland an schweren Veränderungen der Venen, die langfristig zum „offenen Bein“ oder aber auch zum Verlust eines Beines führen können. Diese Folgen sind in der Regel vermeidbar, wenn möglichst frühzeitig die ursächlichen Veränderungen an den Beinvenen operativ beseitigt werden. Es stehen hier schonende Operationsverfahren mit exzellenten kosmetischen Ergebnissen zur Verfügung, die wir in hoher Fallzahl heute auch meistens schon ambulant anwenden. Gefäßchirurgen und Phlebologen arbeiten hier an unserer Klinik Hand in Hand, eine spezielle Wundambulanz behandelt Fälle mit „offenem Bein“.
- Mittwoch, 16. Juni 2010
- Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Vortragsraum des Knappschaftskrankenhauses - Referenten: Herr OA Dr. Hillejan / Frau Dr. Ide
Mehr Informationen zu den Seminaren
Unsere Patientenseminare sind ein kostenloses Angebot der Chirurgischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen. Alle Interessenten sind herzlich willkommen. Für Rückfragen stehen wir natürlich jederzeit für Sie bereit.
- Sekretariat der Chirurgischen Klinik
- Tel: 0 23 61 - 56 31 01
Fax: 0 23 61 - 56 31 97 - Mail: info@darmchirurgie.de