Fast-Track-Chirurgie - "Schnelle Schiene"
Der Begriff "Fast-Track"-Operation beinhaltet ein spezielles Konzept, in der Schmerztherapie, den sehr raschen Kostaufbau nach der Operation und die sofortige Mobilisation der Patienten noch am Operationstag. Diese Komponenten beschleunigen die Rehabilitation nach der Operation ganz enorm, so dass wir heute in diesen Fällen die Patienten bereits vor Ablauf einer Woche nach der Operation wieder entlassen können.
Bei Wahleingriffen (Elektivoperation) profitieren hier insbesondere Patienten, die mitten im Berufsleben stehen und sich längere Ausfallzeiten ersparen wollen. Die guten Erfolge der laparoskopischen Dickdarmoperation oder auch der Fundoplicatio bei Sodbrennen sind insbesondere in Patientenkreisen inzwischen so bekannt, dass sich immer mehr Betroffene zu einer solchen Operation entschließen.
Die Anfang der 90er Jahre begonnene Revolution in der Bauchchirurgie ist weit fortgeschritten und hat dennoch längst kein Ende gefunden. Seit jüngster Zeit können wir auch Schilddrüsenoperationen minimalinvasiv, d.h. mit einerm sehr kleinen Schnitt über dem Brustbein unter endoskopischer Sicht vornehmen. Auch diese technische Veränderung wurde zunächst in Chirurgenkreisen abgelehnt und scheint sich dennoch zunehmend zu etablieren. Zumindest für kleinere Befunde an der Schilddrüse können wir diese Technik unseren Patienten bereits heute als sichere Alternative anbieten. Weiterentwicklungen von Miniaturinstrumenten sind bereits in der Erprobung, hinzu kommen neue Kameratechniken mit dreidimensionaler Darstellung des Operationsgebietes. Diese Neuerungen werden schon sehr bald in der Routinearbeit des Chirurgen von Bedeutung sein. Die neuen Techniken in der Chirurgie haben längst Einzug in die Ausbildung junger Fachärzte gehalten, und führen zunehmend zu einer Veränderung des Berufsbildes. Immer mehr wird der endoskopisch (laparoskopisch) versierte minimalinvasive Chirurg aufgesucht. Minimalinvasive Chirurgie gehört für die junge Chirurgengeneration heute zum selbstverständlichen Rüstzeug und ist daher einer der zentralen Schwerpunkte unserer Arbeit an der Chirurgischen Klinik Recklinghausen.
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