Portimplantation

von Prof. Dr. Martin Büsing

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen ist eine Portimplantation erforderlich geworden. Hierbei handelt es sich um ein spezielles System, um mühelos z.B. Chemotherapien oder Flüssigkeitstherapien über ein Kammersystem, das unter die Haut im Bereich der oberen Brust eingebracht wird, durchzuführen.

In der Regel erfolgt die Vorbereitung zur Operation einschließlich des Aufklärungsge-sprächs bereits vor der stationären Aufnahme, entweder in unserer Chirurgischen Ambulanz oder über den zuweisenden Arzt oder Onkologen. Bei schwierigen Begleiterkrankungen ist die stationäre Aufnahme, ggf. auch vor der Operation notwendig

Der Eingriff wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt und belastet den Patienten kaum, Sie müssen sich allerdings darauf einstellen, dass es für den Chirurgen manchmal eine Feinarbeit bedeutet eine entsprechende Vene unter dem Schlüsselbein zu finden um den Katheter, der an dem Portsystem befestigt ist, einzuführen. Wir können Ihnen aber zusichern, dass Sie keine Schmerzen verspüren werden. Manchmal ist es allerdings notwendig, etwas Geduld beim Liegen zu haben (in der Regel dauert der Eingriff 30 bis 60 Minuten).

Das Portsystem ist dann unter der Haut (in der Regel unter dem linken Schlüsselbein sofern Sie Rechtshänder sind) als "Knubbel" tastbar. Es kann praktisch direkt nach der Operation das System genutzt werden, um es mit einer speziellen Nadel (hierüber sind die Ärzte, die Sie behandeln genauestens informiert) anzustechen und die Medikamente oder Flüssigkeiten einzubringen.

In den ersten Tagen nach der Operation sollten Sie es vermeiden, den Arm an der operierten Seite vermehrt zu belasten und insbesondere nicht weit abzuheben um eine ordnungsgemäße Wundheilung zu ermöglichen.

In der Regel wird die Wunde mit einem selbstauflösenden Faden vernäht, dieser muss nicht gezogen werden. Es muss nur die äußerlich sichtbare Verankerung nach 8 Tagen vom Hausarzt gekürzt werden.

Um eine ungestörte Wundheilung zu ermöglichen, sollten Sie sich in der ersten Woche nach der Operation unbedingt schonen und in erster Linie an Ihre eigene Gesundheit denken, etwa zwei Wochen nach der Operation ist die Wundheilung vollständig abgeschlossen und Sie können von einer Vollbelastbarkeit ausgehen. Sofern aber ab der dritten Woche nach der Operation noch deutliche Beschwerden bestehen, müssen Sie sich weiter schonen und Ihren Hausarzt oder die Chirurgische Ambulanz am Knappschaftskrankenhaus (Tel.: 02361-563150) kontaktieren.

Wir sind sehr um Ihre Gesundheit bemüht, wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und eine dauerhafte erfolgreiche Besserung.